Magersucht

Unter Essstörungen versteht man meist die beiden Krankheitsbilder Anorexia nervosa und Bulimia nervosa. Anorexia nervosa tritt meistens in oder kurz nach der Pubertät auf. 1% aller Frauen zwischen 13 und 35 Jahren sind betroffen. Frauen sind deutlich häufiger betroffen als Männer. Von allen Betroffenen sind lediglich 5% männlich. In den letzten Jahren hat die Prävalenz für Essstörungen stark zugenommen. Als Ursache werden verschiedene gesellschaftliche Faktoren Diskutiert. Besonders das in der Gesellschaft verbreitete Schönheitsideal beeinflusst zunehmend das Ess- und Aktivitätsverhalten besonders der weiblichen Bevölkerung. Die Diagnose der Erkrankung gestaltet sich schwierig, da sie von den Betroffenen verschleiert oder verharmlost wird. Charakteristisch für die Betroffenen ist extremes Untergewicht (BMI > 18,5) und starke Kontrolle des Essverhaltens. Nicht jeder untergewichtige Mensch leidet automatisch an einer Essstörung. Bei Patienten, die an Anorexia nervosa leiden wird das Untergewicht kontrolliert und geplant herbeigeführt.

Wie Sie Magersucht vorbeugen und was es so gefährlich macht erfahren Sie in diesem Beitrag

Im Mittelpunkt der Erkrankung steht das extrem verzehrte Wahrnehmungsbild des eigenen Körpers. Bei bereits sehr niedrigem Körpergewicht besteht zumeist weiterhin der Drang/Wunsch immer mehr abzunehmen. Herbeigeführt wird ein niedriges Körpergewicht dabei durch eine extreme Verminderung der Energiezufuhr und meist auch durch eine Steigerung der körperlichen Aktivität. Der über langen Zeitraum anhaltende Energie- und Nährstoffmangel führt zu einer Reihe von klinischen Problemen. Bei Frauen ist eins der ersten Anzeichen einer extremen Mangelernährung die Amenorrhoe, also der Verlust der Regelblutung. Auch Symptome wie trockene Haut, Haarausfall, niedrige Herzfrequenz und Hypertonie treten häufig auf. Bei Anorexia nervosa ist das Ziel auf der einen Seite das Körpergewicht und die körperlichen Symptome zu normalisieren und auf der anderen Seite das Verhältnis zum Essen und zum eigenen Körper wieder herzustellen. Wir wollen den Patienten zusätzlich eine ausgewogene, vollwertige und gesunde Ernährung beibringen. Die Einzelberatung dient dazu alltagstaugliche Konzepte zu entwickeln, um langfristig zu einem gesunden Körpergefühl und einem normalen Gewicht zu führen.

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Gewicht BMI > 18,5

Selbst herbeigeführter Gewichtsverlust durch die Vermeidung von hochkalorischen Speisen

  • durch Erbrechen
  • durch Abführung
  • durch gesteigerte körperliche Aktivität
  • durch die Einnahme von Appetitzüglern/Diuretika
Psychische Merkmale
  • Störung der Körperwahrnehmung
  • fehlende krankheitseinsicht
Körperliche Merkmale

Bei Frauen: Amenorrhoe (Verlust der Regelblutung) und Infertilität
Bei Männern: Libido- und Potenzverlust und Infertilität
Bei Kindern/Jugendlichen: Störungen in der pubertären Entwicklung

  • Verlust an Fettmasse
  • Verlust an Skelettmuskulatur
  • Osteoporose
  • hormonelle Störungen

Quellen: Biesalski HK, Grimm P. Taschenatlas der Ernährung. Thieme Verlag Stuttgart 2002.
Biesalski HK, Fürst P, Kasper H, Kluthe R, Pölter W, Puchstein C, Stähelin HB. Ernährungsmedizin. Thieme Verlag Stuttgart 1994.

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