Magen-Darmerkrankung

Mit Verdauung werden alle Vorgänge im Körper bezeichnet, die mit der Nahrung in Zusammenhang stehen: vom Kauen der Nahrung im Mund über die weitere Aufspaltung der Nahrung im Verdauungstrakt, damit die Nährstoffe vom Körper aufgenommen werden können, bis zur Ausscheidung der nicht verwertbaren Stoffe. Zum Verdauungstrakt gehören Mund, Rachen und Speiseröhre, der Magen-Darm-Trakt mit Magen, Dünndarm, Dickdarm und Mastdarm sowie die Drüsen, die die Verdauungssäfte absondern.

Im Mund wird die Nahrung durch intensives Kauen zerkleinert, die Kohlenhydrate werden durch das Enzym Amylase vorverdaut. Im Magen werden die Eiweiße durch Salzsäure und Enzyme aufgespalten. In den Dünndarm leiten Bauchspeicheldrüse und Gallenblase ihre Verdauungssäfte, um den sauren Speisebrei zu neutralisieren. Wenn die Hauptnährstoffe Eiweiß, Kohlenhydrate und Fette in Einzelbausteine zerlegt sind, gelange sie in den Pfortader-Kreislauf und werden über Blut und Lymphe im ganzen Körper verteilt. Auch Vitamine und Mineralstoffe gelangen so in die Zellen. Den Dickdarm erreichen die unverdauten Nahrungsbestandteile, vor allem Ballaststoffe. Hier wird dem Nahrungsbrei Wasser entzogen. Zur Freinregulierung der richtigen Stuhlkonsistenz ist die Darmflora verantwortlich. Im Mastdarm sammelt sich der Stuhl und wird mit Hilfe des willkürlichen Nervensystems über den After schließlich ausgeschieden.

Verweildauer der Nahrung

Die Dauer der gesamten Verdauung ist je nach Art der aufgenommenen Nahrung

unterschiedlich lang. Es gibt auch verschiedene Angaben darüber. Im Durchschnitt

  • vom Mund bis in die Speiseröhre bis zu 10 Sekunden
  • Im Magen bis von 0,5 bis 6 Stunden
  • Im Dünndarm bis zu 6 bis 9 Stunden
  • Im Dickdarm bis zu 6 bis 30 Stunden
  • Im Mastdarm bis zu 6 bis 120 Stunden
Wie Sie bei einer Magen-Darmerkrankung reagieren sollten und wie Sie ihre Ernährung umstellen erfahren Sie hier.

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Verdauungsstörungen

  1. Durchfall: Wer häufiger als 3x am Tag und ungeformten dünnflüssigen Stuhlgang ausscheidet, leidet an Durchfall. Dauert dieser länger als 2 Tage an, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Die Ursache können chronische Darmerkrankungen, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Reisedurchfall, Infektion von Pilzen, Bakterien, Viren, jahrelanger Abführmittelmissbrauch. Es kommt zu überriechenden Gasen und diese giftigen Stoffwechselrückstände greifen die Barrierezellen der Darmschleimhaut an.
  2. Blähungen: Sie gehören zu einer gesunden Verdauung dazu, solange sie nicht krampfartig und schmerzhaft sind, und entstehen durch Ansammlung von Darmgasen. Hauptbildungsort ist der Dickdarm. Immer wenn unverdaute Kohlenhydrate, Ballaststoffe und Aminosäuren in den Dickdarm gelangen, bilden sich Gase. Die Gasbildung hängt von zwei Dingen ab:
    1. Die Zusammensetzung der Nahrung
    2. Die Darmflora des einzelnen Menschen
  3. Verstopfung: Sie leiden an Darmträgheit, wenn Sie höchstens alle drei bis vier Tage Stuhlgang haben, der vergleichsweise hart ist. Von einer chronischen Verstopfung sprechen Ärzte, wenn Sie über Monate hinweg seltener als dreimal wöchentlich Stuhlgang haben und dabei sehr oft stark pressen müssen, der Stuhl oft hart oder klumpig ist und Sie oft das Gefühl haben, der Darm wird nicht vollständig entleert.
  4. Reizdarm: Schmerzen im Unterleib, verbunden mit Blähungen, Durchfall oder Verstopfung, sind Anzeichen für einen Reizdarm. Das Reizdarmsyndrom ist nicht leicht zu diagnostizieren, daher heißt es bei der Diagnose häufig, die Ursachen für die Beschwerden seinen „psychisch“.
  5. Sodbrennen: Sodbrennen oder saures Aufstoßen entstehen, wenn saurer Mageninhalt nach oben steigt. Die aufsteigende Säure führt in der Speiseröhre zu Reizungen, die als brennender Schmerz hinter dem Brustbein wahrgenommen werden. Wird zu viel Magensäure produziert kann es auch zu säurebedingten Beschwerden wie Magendrücken oder Magenschmerzen kommen.

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